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Das Jahr 1917

Schulchronik Laasow

Das neue Jahr brachte uns vom 6. Januar einen strengen Winter, wie man ihn in Deutschland nicht gekannt in den letzten Jahren. Nachts zeigte das Thermometer öfter bis -20 Grad Celsius. Etwas wärmer wurde es erst Mitte Februar. Am 1. Februar erklärte Deutschland den uneingeschränkten U-Boot-Krieg, in der Überzeugung, daß das beste Mittel sei, den Krieg abzukürzen und England zum Frieden zwingen.

Am 1. März fand eine Viehzählung statt. Die Volkszählung am 1. Dezember 1916 ergab für das Dorf 228 Einwohner. Dazu kommen etwa noch 40, die eingezogen sind. Gegen die Volkszählung von 1910 mit 288 Seelen bleibt das Dorf um etwa 30 Einwohner zurück.

Der strenge Winter hielt auch den ganzen Monat März an. Der 1. Mai brachte uns den ersten warmen Tag, zugleich den Beginn wärmerer Witterung. Was aber weiterhin ausblieb, das war der Regen. Der Mai hatte uns nicht einen Regentag beschert. „Mai trocken und warm, macht den Bauern bettelarm“! Den ersten größeren Regen brachte uns die zweite Junihälfte. Die große Hitze hatte den Feldfrüchten schon großen Schaden zugefügt. Auf hochgelegenem, sandigem Boden war das Getreide im Juni notgereift. Seit 48 Jahren hatten wir wieder den heißesten Tag. Der 25. Juni zeigte uns am Thermometer 31° im Schatten. Ausgiebiger Regen kam dann Anfang Juli. Die Körnerfruchternte blieb unter den gehegten Erwartungen zurück. Um so mehr lohnte die Ernte der Hackfrüchte. Die vierteljährlichen Viehzählungen fanden regelmäßig statt und zeigten den stetigen Rückgang des Viehbestandes.


Rückseite:

… in Straupitz eingezahlt worden sind, und wegen der Schwierigkeit beim Auszahlen der Zinsen für kleine Beträge, werden die Zinsen unter 1016 (zehn) alljährlich im Juli ausgezahlt.

Ende Januar erkrankte Kollege Faber in Butzen. Da der Lehrer ihn vertritt, haben die Kinder nur an 3 Tagen der Woche Schule. Am 19. Februar fand die Osterprüfung statt. Zu Ostern wurden aus der Schule 3 Knaben und 4 Mädchen entlassen, neu aufgenommen 3 Knaben und 3 Mädchen. Vom 3. Mai – 25. Mai ist wieder nur an 3 Tagen der Woche Schule, da der Lehrer den erkrankten Kollegen in Butzen vertritt.

Bei der allgemeinen Unt... der Stadtkinder

auf dem Land …

(die halbe Seite fehlt!) Ko

dazu anliegend Quittung über 862,90 M Kriegsanleihe zu den Schulakten

Stierle

 

Liste über Zeichnung zur 4. Kriegsanleihe der Schulkinder von Laasow/ Kreis Lübben

 

Hauptsparkasse der Niederlausitz

Gesamtbetrag: 817 M

achthundertsiebzehn Mark

eingezahlt am 20.03. 1916 auf das Kriegssparbuch der Schule zu Laasow in 4 Stücken a 100 M und 2 Stücken a 200 M.

 

Für die 900 M Kriegsanleihe sind nach beiliegender Quittung 862,90 M gezahlt worden. Der Unterschied von 37,10 M ist laut obenstehender Aufstellung verteilt worden.

Die Weihnachtsferien dauerten vom 21. Dezember 1917 bis 3. Januar 1918.

Quelle: Schulchronik der Gemeinde Laasow 1797 – 1951,

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 20. Februar 2011 um 19:34 Uhr