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Das Jahr 1911

Schulchronik Laasow

Schadenfeuer bei Witwe Bochan.

Die Harmonie neu erstandener Wirtschaftsgebäude würde der am 21. Aug. 1910 stehengebliebene Stall stören, um nun vollständiges neues Leben aus den Ruinen entstehen zu lassen, brannte am Sonntag d. 12. Februar 1911 abends halb 11 Uhr das Stallgebäude nieder. Das Vieh ist gerettet worden. Allem Augenschein nach liegt hier Brandstiftung vor.

J.

 

Flammentod des Franz Gollnick

Von einem herzzerreißendem Unglücksfalle wurde am Sonntag d. 8. April 1911 morgens zwischen 3 und 4 Uhr die verwitwete Frau Gollnick betroffen. In dieser Zeit brannte ihre Scheune verbunden mit Stallgebäuden nieder. Als das Feuersignal ertönte, sprang der 21-jährige Sohn Franz, der die einzige männliche Stütze der alten Mutter war, nur mit Hosen und Hemd bekleidet, in den brennenden Stall, um das Vieh zu retten. Er kehrte jedoch nicht mehr zurück. Über einen Ochsen gebeugt, fand er seinen Tod. Die Leiche, die am Körper sehr starke Brandwunden zeigte, wurde von einigen Ortsbewohnern den Flammen entrissen. Die 3 Stücken Rindvieh, die er zu retten beabsichtigte, fanden auch ihren Tod. Man vermutet von objektiver Seite Brandstiftung.

J.


Am Dienstag nachmittag d. 14. März hielt der Herr Ortsschulinspektor Herr Pfarrer Voigt, Straupitz die diesjährige Osterprüfung ab. Vom Schulvorstande war niemand erschienen.

Sonnabend d. 18. März und Montag d. 20. März wurden die Dorfstraße entlang und auf die Gänseweide 100 Obstbäume (Bohskoop-Apfel) und 10 Nußbäume gepflanzt, nachdem zuvor die dort gestandenen Pappeln meistbietend verkauft worden waren.

Sonntag, den 18. Juni wurde nach kurzer Krankheit die 13-jährige Schülerin Anna Zöllner, die sich durch eisernen Fleiß, peinlichster Sorgfalt und Sauberkeit auszeichnete, durch den Tod aus dem Schülerkreise gerissen.

Pfingstferien vom 3. Juni bis 8. Juni. Sommerferien vom 9. Juli bis 30. Juli. In den Hundstagen war die Hitze eine so außergewöhnliche, daß laut Verfügung des Herrn Ministers vom 2. Aug. d. J. der Unterricht über die gegebenen Bestimmungen hinaus völlig ausgesetzt werden mußte. 8. Aug. 1911

24.01. 1912 gez. Gruber

 

Die Herbstferien waren vom 24. Sep. bis zum 15. Okt. Weihnachtsferien vom 24. Dez. bis zum 2. Januar.

Quelle: Schulchronik der Gemeinde Laasow 1797 – 1951,

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 20. Februar 2011 um 18:14 Uhr