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Waldow

Waldow ist mit ca. 80 Einwohnern der kleinste Ort in der Gemeinde Spreewaldheide und wenige Kilometer nördlich von Laasow und Sacrow gelegen.

Waldow Dorfansicht 01 Erstmalig wurde Waldow (Waldo) 1420 in einer Bestätigung des Königs Sigismund erwähnt. Waldow gehörte ursprünglich zur Herrschaft Zauche, wurde aber in diesem Dokument als Teil der Herrschaft Straupitz bestätigt.1 Der Ortsnahme war keinen großen Veränderungen im Laufe der letzten Jahrhunderte unterworfen. Spätestens seit dem 18. Jahrhundert wird der Ortsname in seiner heutigen Form verwendet. Der Name bezeichnet die im Wald gelegene Siedlung. Als Ursprungswort kann Waldaue angenommen werden.2 In den 1970er Jahren wurden die Dörfer Sacrow und Waldow zur Gemeinde Sacrow-Waldow zusammengefasst waren. Seit dem Jahr 2003 ist Waldow ein Ortsteil der Gemeinde Spreewaldheide.

Fast alle Häuser befinden sich beiderseitig der ortsdurchführenden Landstraße. Dem westlichen Ortsausgang folgend führt sie nach Sacrow. Verlässt man Waldow Richtung Osten, dann kommt man nach Laasow. Das Ressener Mühlenfließ durchfließt den Ort im Zentrum der Siedlung. Waldow ist weitestgehend von landwirtschaftlichen Flächen und Kiefernwäldern umgeben. Nur im Süden gibt es ein mit Wasser gefüllten Torfstich. Die meisten der Häuser im Ort stammen aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Sie wurden in den Jahren zum Teil verändert. Wie in den anderen Dörfern der Spreewaldheide, so findet man in Waldow die einstmals so typischen Holzlauben an der Vorderseite der Bauernhäuser nur noch sehr selten.

Waldow Dorfansicht 11 Außer landwirtschaftlichen Familienbetrieben gibt es in Waldow keine nennenswerte Gewerbe. Die ehemalige Waldower Pilzfabrik produzierte bis in die 60er Jahre Pilzkonserven. Von den Anlagen ist heute nichts mehr erhalten. Dafür ist im Dorfzentrum noch die alte Gaststätte erkennbar, auch wenn sie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr genutzt wird. Die Dorfschule gibt es ebenfalls seit den 1960er Jahren nicht mehr. Das ehemalige Schulgebäude befindet sich am Ortsausgang Richtung Sacrow und ist liebevoll zum Wohnhaus umgebaut worden.

Die Freiwillige Feuerwehr hat im Ort ein Spritzenhäusen. Hier findet sich noch eine historische Feuerwehrspritze und ein Feuerwehranhänger. Mit den Sacrower Nachbarn haben die Waldower einen Gesangsverein gegründet. Die Sänger haben bereits bei vielen Veranstaltungen ihre Zuhörer begeistert.

1 Vgl. Houwald, Götz von: Niederlausitzer Rittergüter und ihre Besitzer. Band III Kreis Lübben, Verlag Degener & Co., Neustadt an der Aisch, 1984: S. 323, 375
2 Vgl. Eichler, Ernst: Die Ortsnamen der Niederlausitz. 1. Auflage, Verlag VEB Domowina, Bautzen 1975: S. 116

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 25. Juli 2011 um 04:31 Uhr