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Laasow

Laasow Siegel Laasow ist ein kleines Dorf mit ca. 160 Einwohner am Nordrand des Spreewaldes und gehört zur Gemeinde Spreewaldheide. Die Eiszeit hat die Landschaft rund um Laasow geprägt. So findet man die Sanderflächen mit ihrem Kiefernwäldern und die vermoorte Niederungen, die so typisch für das Baruther Urstromtal sind. Direkt an den Ortsrand grenzen Äcker Wiesen und der mittlerweile verlandete Laasower See. Der historische Dorfkern ist hufenförmig angelegt worden. Einzelne Höfe (Burghof, Berg, Mühle) liegen etwas außerhalb vom eigentlichen Dorf. Erstmalig wurde Laasow (Lasse) 1294 in einer Urkunde des Markgrafen Dietrich d. J. erwähnt.1 Weitere Schreibweisen des Ortsnamens sind Lazaw (1421), Laso (1470) und niedersorbisch Łaz (1880). Der Ortsname bezeichnet eine Siedlung auf Rodungsland (łaz: Neubruch, Rodung).2

Laasow Dorfansichten 01 Auf dem Dorfplatz befindet sich ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des I. und II. Weltkrieges. Angelehnt daran befindet sich die Dorfwiese und ein kleiner Teich, die ehemalige Gänsetränke. Die Gesamtfläche des Ortes beträgt 658 Hektar. Die Wiesen und Äcker werden von drei Landwirtschaftlichen Großbetrieben bewirtschaftet. Im Dorf gibt es noch eine Maschinenschlosserei in der auch das Handwerk der Dorfschmiede fortgeführt wird. Die Bauernhäuser sind meist um 1900 erbaut und wurden im Laufe der Zeit stark verändert. Einige wurden liebevoll restauriert und ihre Fassaden erstrahlen in altem Glanz. Laasow hat als einziger Ortsteil in der Spreewaldheide eine bewirtschaftete Gaststätte mit einem Saal. Hier finden die Feierlichkeiten für alle Ortsteile statt. Das Vereinsleben besteht aus der Freiwilligen Feuerwehr und dem Tischtennisverein. In der Jagdgenossenschaft haben sich die Eigentümer der zu bejagenden Flächen zusammengeschlossen. Jagdbares Wild sind hauptsächlich Wildschweine, Rehe und Füchse.

Ein Jugendclub wurde in der alten Dorfschule eingerichtet und befindet sich im steten Umbau. Auch hier soll die Fassade wieder an die ursprüngliche Form angeglichen werden. Der Eingang wird bereits mit der traditionellen Holzlaube geschmückt. Für die "Kleinen" gibt es einen Spielplatz. Sommerfeste werden im oben erwähnten Park gefeiert, wo sich auch eine Tanzfläche befindet. Der Laasower Koboldsee lädt zum Angeln und Spazieren ein. Wanderwege führen von dort nach Neu Zauche, Straupitz und Sacrow. Laasow gehört wie Butzen zur Kirchgemeinde Straupitz.

1Vgl. Houwald, Götz von: Niederlausitzer Rittergüter und ihre Besitzer. Band III Kreis Lübben, Verlag Degener & Co., Neustadt an der Aisch, 1984: S. 322

2Vgl. Eichler, Ernst: Die Ortsnamen der Niederlausitz. 1. Auflage, Verlag VEB Domowina, Bautzen 1975: S. 69f.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 19. April 2011 um 18:47 Uhr