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Das Jahr 1655

Am 14.07.1655 wechselte das Gut Straupitz und die dazu gehörenden Dörfer erneut den Besitzer. Für 54.137 Thaler erwarb der General Christoph von Houwald auf Maldeuten, Drenken und Posorten in Ostpreußen Straupitz nebst Zubehör von Bastian von Wallwitz.

Zu diesem Zeitpunkt war die Herrschaft wirtschaftlich in einem schlechten Zustand, wie die Inventarliste des Kaufvertrages beweist. Die Herrschaft war jedoch sehr viel mehr wert. Eine Anekdote berichtet, dass man dem Käufer Houwald erzählte, dass wenn er für den Kaufpreis Erbsen erwerben würde, er davon nicht genug hätte, um unter jedem Baum eine von ihnen legen zu können.

Christoph von Houwald siedelte schließlich 1655 oder 1656 von seinem ostpreußischen Besitz ganz nach Straupitz. In den folgenden Jahren widmete er sich dem Wiederaufbau der Herrschaft, welche u.a. durch die Kriegsjahre1 in Mitleidenschaft gezogen wurde. In seinem Testament aus dem Jahre 1660 bestimmte er Straupitz zum Stammgut der Familie. Demzufolge erbte sein ältester Sohn, Wilibald von Houwald Straupitz. Die ostpreußischen Güter fielen an den jüngsten Sohn Adolf von Houwald.2

1 Insbesondere Mochow und Groß Liebitz hatten durch den Krieg Schaden genommen. Auf dem Damm zwischen den Mochower Seen schlug Banér am 2. Juli 1637 die Kaiserlichen Truppen.

2 Vgl. Houwald, Götz von: Niederlausitzer Rittergüter und ihre Besitzer. Band III Kreis Lübben, Verlag Degener & Co., Neustadt an der Aisch, 1984: S. 325f.

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 02. März 2011 um 16:56 Uhr