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Das Jahr 1923

Schulchronik Laasow

Im März 1922 war der Umbau der Schule, Abtrennung eines Schlafraumes von der Schule, beschlossen worden. Aber es wurde Winter und beinahe wieder Frühling, ehe der Raum bezogen werden konnte. Viel Schmerzen bereitete der Ofen. Für die Schlafstube war vereinbart worden, den Ofen aus der Schlafstube (Dachstube) nach unten zu bringen. Aber als es soweit war, wußte man nichts mehr davon. Schriftlich war es leider nicht niedergelegt worden. Also hat der Lehrer den Ofen auf seine Kosten unten setzen lassen. Sechs Silbermark verlangte und erhielt der Töpfer dafür. Das war auch Geld genug. Der Lehrer hat überhaupt sein gut Geld dazu beigetragen, unten einen Schlafraum zu erhalten.

Der Sommer brachte die furchtbare Geldentwertung. An Verbesserungen oder Anschaffungen für die Schule war überhaupt nicht zu denken. Es war die Zeit, in der jeder nur daran dachte sein Geld, welches er einnahm möglichst schnell wieder auszugeben. Ein Aufatmen gab es, als dann im November die Rentenmark aufkam. Da begann die Jagd nach dieser Mark. Immerhin war ein fester Grund geschaffen, sodaß man wieder anfangen konnte, mit dem Gelde zu rechnen. Das war uns Millionären schon ganz vergangen.

Quelle: Schulchronik der Gemeinde Laasow 1797 – 1951,

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 25. Februar 2011 um 13:43 Uhr